Wer beim Wandern in Regen, Wind und wechselhaftem Wetter unterwegs ist, braucht eine Regenjacke, die zuverlässig trocken hält, ohne zu überhitzen. Doch zwischen Wassersäule, Atmungsaktivität, Packmaß, Gewicht und riesigen Preisunterschieden wird die Auswahl schnell unübersichtlich. In diesem Artikel erfährst du, worauf es wirklich ankommt, welche Regenjacke zu deiner Tour passt und wie du Fehlkäufe vermeidest.
Die beste Regenjacke zum Wandern im Vergleich:
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Kaufratgeber: Die beste Regenjacke zum Wandern finden
Eine gute Regenjacke zum Wandern schützt nicht nur vor Nässe, sondern trägt entscheidend dazu bei, dass du auch bei wechselhaftem Wetter komfortabel, sicher und beweglich unterwegs bleibst. Beim Wandern reicht es nicht aus, dass eine Jacke „irgendwie wasserdicht“ ist. Sie sollte Regen zuverlässig abhalten, gleichzeitig Körperfeuchtigkeit nach außen transportieren, gut sitzen und robust genug für Rucksack, Wind und anspruchsvolle Wege sein.
Die beste Regenjacke zum Wandern ist daher immer ein Zusammenspiel aus Wetterschutz, Atmungsaktivität, Gewicht, Passform und praktischen Details. Welche Eigenschaften besonders wichtig sind, hängt davon ab, ob du kurze Tageswanderungen, mehrtägige Trekkingtouren, alpine Wege oder leichte Spaziergänge bei unbeständigem Wetter planst.
Wasserdichtigkeit: Der wichtigste Schutz vor Regen
Das zentrale Kriterium einer Wander-Regenjacke ist ihre Wasserdichtigkeit. Eine Jacke sollte nicht nur leichten Nieselregen abhalten, sondern auch bei längerem Regen zuverlässig trocken halten. Achte darauf, dass das Außenmaterial wasserabweisend behandelt ist und die Jacke über eine wasserdichte Membran oder Beschichtung verfügt.
Besonders wichtig sind vollständig versiegelte Nähte. Selbst wenn das Material wasserdicht ist, kann Wasser durch ungeschützte Nähte eindringen. Hochwertige Regenjacken für Wanderungen sind deshalb an kritischen Stellen oder vollständig nahtversiegelt. Für längere Touren bei starkem Regen ist eine vollständige Nahtversiegelung klar vorzuziehen.
Ein weiterer Hinweis auf die Wasserdichtigkeit ist die sogenannte Wassersäule. Je höher dieser Wert, desto besser hält das Material Wasserdruck stand. Für einfache Wanderungen reicht oft ein solider mittlerer Wert aus. Wer jedoch häufig mit schwerem Rucksack, dauerhaftem Regen oder alpinen Bedingungen rechnet, sollte auf eine höhere Wassersäule achten, da Schultergurte und Hüftgurt zusätzlichen Druck auf das Material ausüben.
Atmungsaktivität: Trocken bleiben von innen
Eine Regenjacke soll nicht nur Regen draußen halten, sondern auch verhindern, dass du von innen durch Schweiß nass wirst. Gerade beim Wandern entsteht schnell Körperwärme, besonders bei Anstiegen oder mit Gepäck. Eine wenig atmungsaktive Jacke kann sich innen feucht und klamm anfühlen, selbst wenn kein Regen eindringt.
Atmungsaktive Materialien lassen Wasserdampf nach außen entweichen, ohne Regen durchzulassen. Das funktioniert besonders gut, wenn die Jacke zur Aktivität passt und nicht zu dick oder zu eng ist. Für sportliche Wanderungen ist eine höhere Atmungsaktivität wichtiger als für kurze, gemütliche Spaziergänge.
Zusätzlich helfen Belüftungsmöglichkeiten dabei, das Körperklima zu regulieren. Reißverschlüsse unter den Armen, belüftete Taschen oder ein Zwei-Wege-Frontreißverschluss können sehr nützlich sein. Solche Details sind vor allem bei längeren Touren wertvoll, weil du die Temperatur anpassen kannst, ohne die Jacke komplett auszuziehen.
Materialaufbau: Zwei-, zweieinhalb- oder dreilagig
Regenjacken unterscheiden sich häufig im Materialaufbau. Leichte Modelle verwenden oft eine zweilagige oder zweieinhalblagige Konstruktion. Diese Jacken sind meist kompakt, relativ leicht und gut für Tageswanderungen oder Reisen geeignet. Sie lassen sich klein verpacken und nehmen im Rucksack wenig Platz ein.
Dreilagige Jacken sind in der Regel robuster und langlebiger. Sie eignen sich besser für anspruchsvolle Wanderungen, häufige Nutzung und Touren mit schwerem Rucksack. Das Innenmaterial schützt die wasserdichte Schicht zusätzlich vor Abrieb, wodurch die Jacke strapazierfähiger wird.
Wenn du vor allem gelegentlich wanderst und eine Jacke als Notfallschutz mitnehmen möchtest, kann ein leichtes, kompaktes Modell ausreichen. Wenn du regelmäßig bei schlechtem Wetter unterwegs bist oder mehrtägige Touren machst, lohnt sich ein robusterer Aufbau.
Passform und Bewegungsfreiheit
Eine Wander-Regenjacke sollte weder zu eng noch zu weit sitzen. Zu enge Jacken schränken die Bewegungsfreiheit ein und lassen kaum Platz für wärmende Zwischenschichten. Zu weite Jacken flattern bei Wind, sitzen unter dem Rucksack schlechter und können weniger effizient vor Regen schützen.
Achte darauf, dass du die Arme bequem heben kannst, ohne dass die Jacke stark nach oben rutscht. Vorgeformte Ärmel und ein bewegungsfreundlicher Schnitt sind beim Wandern sehr hilfreich. Die Jacke sollte außerdem lang genug sein, um den unteren Rücken und die Hüfte zu schützen, besonders wenn du dich bückst oder einen Rucksack trägst.
Wenn du die Regenjacke auch in kühleren Jahreszeiten nutzen möchtest, solltest du sie mit einer Fleecejacke oder leichten Isolationsschicht darunter anprobieren. So stellst du sicher, dass sie auch im Schichtsystem gut funktioniert. Bei kalten Bedingungen kann zudem passende Thermounterwäsche für längere Touren helfen, Wärme zu speichern, ohne die Beweglichkeit unter der Regenjacke zu stark einzuschränken.
Kapuze: Schutz für Kopf und Gesicht
Die Kapuze ist eines der wichtigsten Details einer guten Wander-Regenjacke. Sie sollte verstellbar sein und eng genug sitzen, damit sie bei Wind nicht verrutscht. Gleichzeitig darf sie die Sicht nicht einschränken. Besonders praktisch ist ein stabiler oder leicht versteifter Schirm, der Regen vom Gesicht fernhält.
Für Wanderungen in windigen oder alpinen Gebieten ist eine mehrfach verstellbare Kapuze sinnvoll. Sie lässt sich am Hinterkopf und rund ums Gesicht anpassen, sodass sie auch bei starkem Wetter sicher sitzt. Wenn du häufig mit Helm unterwegs bist, etwa bei Klettersteigen oder alpinen Aktivitäten, solltest du auf ausreichend Volumen achten. Für normales Wandern ist eine kompaktere Kapuze meist angenehmer.
Eine gute Kapuze bewegt sich idealerweise mit dem Kopf mit. Wenn du dich umdrehst, sollte nicht nur dein Kopf in der Kapuze rotieren, während die Kapuze starr nach vorne zeigt. Das verbessert Sicherheit und Orientierung auf dem Weg.
Reißverschlüsse und Wetterschutzleisten
Reißverschlüsse sind potenzielle Schwachstellen bei Regenjacken. Wasserabweisende oder abgedeckte Reißverschlüsse erhöhen den Schutz deutlich. Besonders der Frontreißverschluss sollte gut verarbeitet sein und entweder durch eine Wetterschutzleiste oder eine wasserabweisende Konstruktion geschützt werden.
Auch Taschenreißverschlüsse sollten so gestaltet sein, dass bei Regen möglichst wenig Wasser eindringen kann. Wenn du Wert darauf legst, Smartphone, Karte oder andere Kleinigkeiten trocken zu verstauen, sind gut geschützte Taschen wichtig. Trotzdem solltest du empfindliche Elektronik bei starkem Regen zusätzlich in einem wasserdichten Beutel sichern.
Ein leichtgängiger Reißverschluss ist ebenfalls wichtig. Er sollte sich auch mit kalten Fingern oder dünnen Handschuhen gut bedienen lassen. Kleine Details wie griffige Zipper-Verlängerungen können unterwegs einen großen Unterschied machen.
Taschen: Praktisch, aber richtig platziert
Taschen sind bei einer Wander-Regenjacke nützlich, sollten aber sinnvoll angeordnet sein. Wenn du einen Rucksack mit Hüftgurt trägst, können tief sitzende Seitentaschen blockiert werden. Höher platzierte Taschen bleiben auch mit Rucksack besser erreichbar. Wenn du deine Ausrüstung insgesamt abstimmen möchtest, lohnt sich auch ein Blick auf einen Wanderrucksack mit passendem Volumen, damit Jacke, Proviant und Wetterschutz sinnvoll verstaut werden können.
Für Tageswanderungen reichen meist zwei gut geschützte Außentaschen. Eine zusätzliche Innentasche kann praktisch sein, um kleine Gegenstände geschützter aufzubewahren. Zu viele Taschen erhöhen allerdings Gewicht und Komplexität, ohne immer echten Mehrwert zu bieten.
Achte darauf, dass Taschen nicht nur bequem erreichbar sind, sondern auch die Belüftung und Beweglichkeit nicht beeinträchtigen. Mesh-gefütterte Taschen können zusätzlich zur Luftzirkulation beitragen, wenn sie geöffnet werden.
Gewicht und Packmaß
Beim Wandern zählt jedes Gramm, besonders auf langen Touren. Eine Regenjacke sollte leicht genug sein, um sie regelmäßig mitzunehmen, denn der beste Wetterschutz hilft wenig, wenn er aus Gewichtsgründen zu Hause bleibt. Für Tageswanderungen und wechselhaftes Wetter ist ein geringes Packmaß besonders angenehm.
Sehr leichte Jacken sind jedoch oft weniger robust. Wenn du häufig mit schwerem Rucksack unterwegs bist oder die Jacke intensiv nutzt, solltest du nicht nur auf das Gewicht achten. Eine etwas schwerere, widerstandsfähigere Jacke kann langfristig die bessere Wahl sein.
Für minimalistische Wanderungen ist eine kompakte Jacke sinnvoll, die im Rucksack kaum Platz wegnimmt. Für anspruchsvolle Touren zählt dagegen mehr die Balance aus Gewicht, Haltbarkeit und Schutzleistung.
Robustheit und Abriebfestigkeit
Beim Wandern wird eine Regenjacke stärker beansprucht als im Alltag. Rucksackgurte reiben an Schultern und Hüfte, Äste können am Stoff ziehen, und bei Pausen landet die Jacke auch einmal auf Fels oder feuchtem Boden. Deshalb sollte das Material zur geplanten Nutzung passen.
Für gelegentliche Spaziergänge genügt oft ein leichteres Material. Für regelmäßige Bergwanderungen, Trekkingtouren oder Wege durch dichtes Gelände ist ein abriebfester Stoff empfehlenswert. Besonders Schulterpartien und Ärmel sollten robust verarbeitet sein.
Eine gute Verarbeitung erkennst du an sauberen Nähten, stabilen Reißverschlüssen, haltbaren Verstellzügen und einem Material, das sich nicht sofort dünn oder empfindlich anfühlt. Langlebigkeit ist nicht nur eine Frage des Komforts, sondern auch der Nachhaltigkeit.
Ärmelbündchen, Saum und Verstellmöglichkeiten
Verstellbare Ärmelbündchen helfen, Regen und Wind draußen zu halten. Sie sollten sich einfach schließen lassen und auch mit Handschuhen bedienbar sein. Wenn die Bündchen zu weit sind, läuft Wasser leichter hinein; sind sie zu eng, wird es unbequem.
Ein verstellbarer Saum ist ebenfalls wichtig. Bei Wind kannst du ihn enger ziehen, damit keine kalte Luft eindringt. Gleichzeitig verbessert ein gut sitzender Saum den Regenschutz, weil die Jacke nicht so leicht hochrutscht.
Auch Kordelzüge an Kapuze und Saum sollten praktisch platziert sein. Sie dürfen nicht stören, sollten sich aber schnell bedienen lassen. Kleine, durchdachte Verstellmöglichkeiten machen eine Jacke deutlich vielseitiger.
Komfort auf längeren Touren
Eine Regenjacke kann technisch überzeugend sein und sich trotzdem unangenehm tragen. Deshalb spielt Komfort eine große Rolle. Das Innenmaterial sollte sich nicht zu klebrig auf der Haut anfühlen, besonders wenn du nur ein dünnes Shirt darunter trägst. Auch Rascheln kann auf langen Wanderungen störend sein.
Der Kragen sollte hoch genug sein, um Hals und Kinn vor Wind und Regen zu schützen, aber nicht scheuern. Ein weicher Kinnschutz am Reißverschluss ist ein kleines, aber angenehmes Detail. Die Jacke sollte außerdem so geschnitten sein, dass sie unter einem Rucksack nicht drückt oder Falten wirft.
Wenn du häufig lange unterwegs bist, lohnt es sich, die Jacke nicht nur im Stehen zu beurteilen. Bewege dich, strecke die Arme, setze einen Rucksack auf und prüfe, ob alles bequem bleibt. Auch die übrige Wanderbekleidung spielt hinein: Gut sitzende Socken für Wanderungen können beispielsweise helfen, das Komfortniveau auf längeren Strecken insgesamt zu verbessern.
Einsatzbereich: Welche Regenjacke passt zu welcher Wanderung?
Für leichte Tageswanderungen bei wechselhaftem Wetter ist eine leichte, kompakte Regenjacke meist ausreichend. Sie sollte zuverlässig vor Regen schützen, gut verstaubar sein und genügend Atmungsaktivität bieten.
Für längere Wanderungen oder Trekkingtouren ist eine robustere Jacke sinnvoll. Hier zählen langlebige Materialien, gute Belüftung, rucksacktaugliche Taschen und eine sehr gute Kapuze. Da du länger unterwegs bist und weniger Ausweichmöglichkeiten hast, sollte der Wetterschutz verlässlicher sein. Bei mehrtägigen Touren gehört neben der Jacke oft auch ein zuverlässiger Wasserfilter für draußen zur sinnvollen Ausrüstung.
Für alpine Touren oder sehr windige Regionen brauchst du eine besonders stabile Jacke mit gutem Sitz, hoher Wasserdichtigkeit und präzise einstellbarer Kapuze. Hier kann ein etwas höheres Gewicht durch mehr Sicherheit und Schutz gerechtfertigt sein.
Pflege und Imprägnierung
Auch die beste Regenjacke bleibt nur dann leistungsfähig, wenn sie richtig gepflegt wird. Schmutz, Schweiß und Waschmittelreste können die Atmungsaktivität und wasserabweisende Oberfläche beeinträchtigen. Deshalb sollte eine Regenjacke regelmäßig gemäß Pflegehinweis gereinigt werden.
Wenn Wasser nicht mehr abperlt, sondern sich in den Oberstoff saugt, ist meist die wasserabweisende Behandlung der Außenseite geschwächt. Dann kann eine Auffrischung der Imprägnierung sinnvoll sein. Das bedeutet nicht automatisch, dass die Jacke undicht ist, aber sie fühlt sich schneller klamm an und atmet schlechter.
Vermeide aggressive Waschmittel, Weichspüler und zu hohe Temperaturen. Eine sachgemäße Pflege verlängert die Lebensdauer und erhält die Funktion.
Nachhaltigkeit und Langlebigkeit
Eine nachhaltige Kaufentscheidung bedeutet bei Regenjacken vor allem, ein langlebiges und reparierbares Produkt zu wählen, das wirklich zu deinem Einsatzbereich passt. Eine robuste Jacke, die viele Jahre hält, ist oft sinnvoller als ein sehr günstiges Modell, das schnell ersetzt werden muss.
Achte auf hochwertige Verarbeitung, zeitloses Design und sinnvolle Ausstattung statt auf überflüssige Extras. Auch eine gute Pflege trägt zur Nachhaltigkeit bei. Wenn kleine Schäden früh repariert werden, kann eine Regenjacke deutlich länger genutzt werden.
Wer Wert auf umweltbewusste Materialien legt, kann zusätzlich auf schadstoffärmere Imprägnierungen, recycelte Materialien oder transparente Herstellungsstandards achten. Entscheidend bleibt jedoch, dass die Jacke funktional, langlebig und passend für deine Touren ist.
Preis-Leistungs-Verhältnis
Eine teurere Regenjacke ist nicht automatisch die beste Wahl für jeden. Entscheidend ist, ob die Eigenschaften zu deinen Anforderungen passen. Für gelegentliche Wanderungen brauchst du nicht zwingend eine besonders technische Jacke. Für regelmäßige Touren bei schlechtem Wetter lohnt sich hingegen eine höhere Investition.
Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis erkennst du daran, dass die Jacke in den wichtigsten Bereichen überzeugt: zuverlässiger Wetterschutz, angenehme Atmungsaktivität, gute Passform, brauchbare Kapuze und solide Verarbeitung. Verzichte lieber auf unnötige Extras, wenn dafür die Grundfunktionen stärker sind.
Wer unsicher ist, sollte sich fragen: Wie oft werde ich die Jacke tragen? Bei welchem Wetter bin ich unterwegs? Trage ich häufig einen Rucksack? Brauche ich maximale Leichtigkeit oder mehr Robustheit? Die Antworten führen meist schnell zur passenden Kategorie.
Warum man dieser Bewertung vertrauen kann
Diese Einschätzung basiert auf praktischer Erfahrung mit Wanderbekleidung, typischen Anforderungen auf Tageswanderungen und längeren Touren sowie einer strukturierten Bewertung der wichtigsten Funktionen, die eine Regenjacke im Outdoor-Einsatz erfüllen muss. Im Mittelpunkt stehen keine bestimmten Produkte, sondern die Eigenschaften, die in der Praxis wirklich zählen.
Erfahrung aus der Anwendung beim Wandern
Bei Wanderungen zeigt sich schnell, ob eine Regenjacke nur auf dem Papier überzeugt oder tatsächlich zuverlässig funktioniert. Entscheidend ist nicht allein, ob sie Regen abhält, sondern ob sie auch bei Bewegung angenehm bleibt. Gerade bei Anstiegen, Wind, wechselnden Temperaturen und Rucksacknutzung werden Schwächen deutlich.
Aus praktischer Sicht sind vor allem Kapuze, Belüftung, Schnitt und Materialgefühl ausschlaggebend. Eine Jacke kann sehr wasserdicht sein, aber dennoch unkomfortabel wirken, wenn sie schlecht belüftet ist oder die Bewegungsfreiheit einschränkt. Ebenso kann eine sehr leichte Jacke angenehm zu tragen sein, aber für anspruchsvollere Touren zu empfindlich ausfallen.
Diese Bewertung berücksichtigt deshalb nicht nur technische Angaben, sondern auch Alltagstauglichkeit auf dem Wanderweg: Wie gut lässt sich die Jacke anpassen? Bleiben Taschen mit Rucksack erreichbar? Schützt die Kapuze das Gesicht? Fühlt sich die Jacke bei längerer Nutzung angenehm an?
Bewertungsmethode und Kriterien
Für diesen Kaufratgeber wurden die Kriterien herangezogen, die bei Wander-Regenjacken erfahrungsgemäß den größten Unterschied machen. Dazu gehören Wasserdichtigkeit, Atmungsaktivität, Robustheit, Gewicht, Packmaß, Passform, Kapuzenkonstruktion, Belüftung, Taschenanordnung und Pflegeaufwand.
Die Kriterien wurden danach gewichtet, wie stark sie die Nutzung beim Wandern beeinflussen. Wasserdichtigkeit und Passform stehen besonders weit oben, weil sie direkt über Schutz und Komfort entscheiden. Atmungsaktivität und Belüftung sind ebenfalls zentral, da sie verhindern, dass man trotz wasserdichter Jacke von innen feucht wird.
Zusätzlich wurde berücksichtigt, dass unterschiedliche Wanderarten verschiedene Anforderungen stellen. Eine Jacke für kurze Tageswanderungen muss nicht dieselben Eigenschaften haben wie eine Jacke für mehrtägige Trekkingtouren oder alpine Wege. Deshalb liegt der Fokus auf einer differenzierten Kaufentscheidung statt auf einer pauschalen Empfehlung.
Warum keine konkreten Produkte genannt werden
Dieser Ratgeber bleibt bewusst allgemein, damit die Kaufentscheidung unabhängig von einzelnen Herstellern, Modellnamen oder kurzfristigen Sortimenten getroffen werden kann. Gerade bei Regenjacken ändern sich Bezeichnungen, Materialien und Ausstattungen regelmäßig. Die grundlegenden Qualitätsmerkmale bleiben jedoch vergleichsweise konstant.
Wer die beschriebenen Kriterien versteht, kann verschiedene Jacken selbst besser vergleichen und erkennt schneller, ob ein Modell wirklich zum eigenen Einsatzbereich passt. Das ist oft hilfreicher als eine reine Rangliste, weil die „beste“ Regenjacke stark von Tourenart, Wetterbedingungen, persönlichem Wärmeempfinden und gewünschtem Gewicht abhängt.
Grenzen der Bewertung
Eine Regenjacke kann immer nur im Verhältnis zum geplanten Einsatz bewertet werden. Es gibt nicht die eine perfekte Jacke für alle Situationen. Sehr leichte Modelle sind angenehm im Rucksack, aber oft weniger robust. Besonders strapazierfähige Jacken bieten mehr Schutz, sind dafür meist schwerer und weniger kompakt.
Auch persönliche Vorlieben spielen eine Rolle. Manche bevorzugen einen körpernahen Schnitt, andere möchten mehr Platz für wärmende Schichten. Manche legen größten Wert auf minimales Gewicht, andere auf maximale Langlebigkeit. Dieser Ratgeber hilft dabei, diese Unterschiede einzuordnen und die richtige Entscheidung für den eigenen Bedarf zu treffen.
FAQ
Wie wasserdicht sollte eine Regenjacke zum Wandern sein?
Für normale Tageswanderungen sollte eine Regenjacke zuverlässig gegen anhaltenden Regen schützen und über versiegelte Nähte verfügen. Wenn du häufig bei starkem Regen, in den Bergen oder mit schwerem Rucksack unterwegs bist, solltest du auf eine höhere Wasserdichtigkeit und robuste Verarbeitung achten.
Wichtig ist außerdem, dass nicht nur das Material wasserdicht ist. Auch Reißverschlüsse, Nähte, Kapuze und Bündchen müssen gut konstruiert sein. Eine Jacke mit guter Wassersäule, aber schwacher Kapuze oder schlecht geschützten Reißverschlüssen kann in der Praxis trotzdem enttäuschen.
Ist eine leichte Regenjacke oder eine robuste Regenjacke besser?
Das hängt vom Einsatzbereich ab. Eine leichte Regenjacke ist ideal, wenn du sie vor allem als Notfallschutz im Rucksack mitnimmst oder auf kurzen Wanderungen unterwegs bist. Sie spart Gewicht und lässt sich klein verpacken.
Eine robustere Regenjacke ist besser, wenn du regelmäßig wanderst, einen schweren Rucksack trägst oder in anspruchsvollem Gelände unterwegs bist. Sie hält Abrieb meist besser stand und bietet langfristig mehr Sicherheit bei schlechtem Wetter.
Warum schwitze ich in meiner Regenjacke?
Schwitzen in der Regenjacke entsteht, wenn Körperwärme und Feuchtigkeit nicht schnell genug nach außen entweichen können. Das passiert besonders bei hoher Anstrengung, warmem Wetter oder geringer Atmungsaktivität.
Belüftungsreißverschlüsse, ein angepasster Schichtaufbau und rechtzeitiges Öffnen der Jacke können helfen. Auch eine sehr atmungsaktive Jacke verhindert Schwitzen nicht vollständig, sie reduziert aber das klamme Gefühl deutlich.
Kann ich eine Wander-Regenjacke auch im Alltag tragen?
Ja, viele Wander-Regenjacken eignen sich auch für den Alltag. Sie bieten guten Wetterschutz, sind oft leicht und lassen sich vielseitig kombinieren. Besonders praktisch sind Modelle mit unauffälligem Schnitt, angenehmem Tragegefühl und gut einstellbarer Kapuze.
Wenn du die Jacke hauptsächlich im Alltag nutzt, kannst du etwas mehr Wert auf Komfort und Optik legen. Für regelmäßige Wanderungen sollten jedoch Funktion, Bewegungsfreiheit und Rucksacktauglichkeit im Vordergrund stehen.
Wie pflege ich eine Regenjacke richtig?
Eine Regenjacke sollte nach Pflegehinweis gewaschen werden, besonders wenn sie durch Schweiß, Schmutz oder häufige Nutzung belastet wurde. Verwende ein geeignetes mildes Waschmittel und verzichte auf Weichspüler, da dieser die Funktion beeinträchtigen kann.
Wenn Wasser nicht mehr vom Außenmaterial abperlt, kann eine erneute Imprägnierung sinnvoll sein. Dadurch wird die wasserabweisende Oberfläche aufgefrischt, die Jacke bleibt angenehmer zu tragen und die Atmungsaktivität kann besser erhalten bleiben.









